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Der Schulgarten unserer Schule


Der Schulgarten als Lernort

Schulgärten haben eine lange Tradition. Die Verknüpfung von Theorie und Praxis liefert einen wichtigen Beitrag zur Umwelt- und Naturerziehung.
Der Schulgarten erfüllt Unterrichtsfunktionen

  • fächerübergreifendes und projektorientiertes Arbeiten
  • pädagogische Aspekte
  • Schulgarten als Ort der Inklusion


Umwelterziehung

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Der Beitrag des Schulgartens zur Umwelterziehung:

  • Konkrete Fürsorge für Pflanzen und Tiere
  • Praktische Maßnahmen zur Lösung von Umweltproblemen
  • Beispiel: Insektenhotel im Mensagarten als konkreter Beitrag gegen das Bienensterben


Ziele der Schulgartenarbeit

Die Schulgartenarbeit ermöglicht also das Erreichen von Unterrichts- und Erziehungszielen auf den Ebenen des Intellekts, der Fertigkeiten, des Verhaltens und des Gefühls und fördert:

  • den Erwerb von Sachkompetenzen
  • die Erweiterung der Methodenkompetenzen
  • die Sozialkompetenzen
  • das Lernen mit allen Sinnen


Seine kurze Geschichte

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  • Ausgangssituation: 1992 wurde an der Astrid-Lindgren-Schule erstmals ein Schulgarten angelegt
  • Seitdem ist viel passiert: Durch den Umbau der Schule und den Bau der Mensa musste auch der Schulgarten neu angelegt werden.


Schulgartenarbeit zu Anfang

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Was bedeutete das?

  • Das hieß für die Schüler überwiegend körperlich anstrengende Tätigkeit und wenig theoretische Grundlagen.
  • Lernen erfolgte ausschließlich über Handeln.


Der Mensagarten

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  • Obstbaumwiese und Wildblumenwiese angepflanzt
  • Neue Kräuterspirale gebaut
  • Insektenhotel aufgestellt
  • Bauerngarten angelegt und Wege gepflastert
  • Schmetterlings- und Raupenbeet angelegt


Der Schulgarten

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  • Einen Teich zusammen mit dem NAJU angelegt
  • Hochbeete gebaut
  • Ein Gewächshaus aufgestellt
  • Wege gepflastert
  • Weitere Beete angelegt
  • Tierschutzmaßnahmen eingerichtet


Der Sinnesgarten

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  • Einen neuen Fühlpfad angelegt
  • Fühlkästen gebaut und aufgehängt
  • Benjeshecke errichtet
  • Klangmobiles in den Bäumen angebracht
  • Fachwerkhaus gebaut


Schulgartenarbeit heute

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Unser Schulgarten ist ein Lehr- und Lerngarten, - soll aber auch Raum für Ruhe und vielfältige Sinneserfahrungen bieten.

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  • Es arbeiten hauptsächlich Schüler des GE-Bereiches am Tag der Berufsorientierung im Schulgarten.
  • Je nach Grad der Beeinträchtigung wird mal mehr und mal weniger geschafft.

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  • Die Schüler haben die Möglichkeit, sich Wissen rund um den Garten anzueignen, Zusammenhänge in der Natur zu erkennen und letztendlich auch selbstständig zu säen, zu pflanzen und zu ernten.


Aufbau und Inhalte

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Der Tag zur Berufsorientierung ist in einen zweistündigen Theorieteil und einen vierstündigen Praxisteil unterteilt.
Inhalte Frühjahr/Sommer:

  • Pflanzplan
  • Projekte
  • Säen, Pflanzen

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Inhalte Herbst/Winter:

  • Ernte/Verarbeitung von Obst und Gemüse
  • Frühblüher
  • Umweltthemen
  • Pflegearbeiten
  • Tierschutz

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Das Gartenjahr bildet auf diese Weise ein Ganzes:
Aus Sonnenblumen, die wir im Frühjahr gesät haben und die im Sommer geblüht haben, gewinnen wir im Herbst das Futter für die Vögel im Winter.

 

Umweltschule

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Seit 2003 sind wir Umweltschule. Wir bewerben uns alle zwei Jahre mit zwei nachhaltigen Projekten neu.
Mindestens eines dieser Projekte steht im Zusammenhang mit der Schulgartenarbeit.

 

Kooperationsvereinbarungen

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Zusammenarbeit mit dem Umweltbildungszentrum Ammerland: Frau Aderholz und Herr Becker unterstützen uns regelmäßig am Tag der Berufsorientierung.

Regelmäßige Treffen und Austausch mit anderen Schulen im Ammerland („Schulgärten im Ammerland“)
Wir sind Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten (BAGS)

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Ausblick

Es wäre schön, wenn der Schulgarten nicht als „Reservat“, sondern als Teil des Schulalltags und als gelebter Unterricht gesehen wird.
Jeder kann ihn nutzen, wenn alle ein bisschen auf ihn achten…

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Wir sind erneut ausgezeichnet worden!

 

 


 

Mensagarten

Am 22.9.2011 wurde unser „Mensagarten“ in einer Feierstunde durch die Bürgermeisterin, Frau Lausch, eröffnet. Schülerinnen und Schüler des Praxistages „Gartenbau“ hatten unter der Leitung von Frau Poppinga und Frau Bruns im letzten Schuljahr bei Wind und Wetter fleißig daran gearbeitet, die bei dem Bau der Mensa entstandene Fläche zwischen Schulgebäude und Mensa zu einem kleinen Bauerngarten zu gestalten. Dafür mussten Wege gepflastert und Stauden gepflanzt werden. Finanziell wurde dieses Projekt durch die Bürgerstiftung Edewecht unterstützt, die 1000 Euro für Materialien und Pflanzen zur Verfügung stellte.

Maßgebend an der Gestaltung des Mensagartens beteiligt waren die Schüler Ansgar Kathmann, Lisa Stoll, Mareike Voskamp, Patrick Oeltjenbruns, Mischa Rostoev, Daniel Hofmann und Oshin sowie Ralf Becker und Ute Aderholz vom Regionalen Umweltbildungszentrum Ammerland und Hausmeister Uwe Bohlen.

 


 

Umweltschule Europa

Am 13.9.2011 haben wir wieder die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“ bekommen. Sie wurde im Museumsdorf in Cloppenburg unter Beisein der Landeskoordinatin Ursula von der Heyde (Nds. Landesschulbhörde) feierlich überreicht. Ausgezeichnet wurde die Astrid-Lindgren-Schule für die Projekte Energie/Klimaschutz und für die Gestaltung des Schulgeländes unter ökologischen, pädagogischen und künstlerischen Gesichtspunkten (z.B. Anlegen einer Kräuterspirale und eines neuen Fühlpfades) innerhalb der letzten zwei Jahre.

 


 

Frühling im Schulgarten

Der Teich

Tulpenbild Der kleine Teich wurde vor kurzem von der Umwelt-AG gesäubert. Es wurden alte Pflanzenteile entfernt und Sträucher beschnitten. Jetzt erwacht auch er wieder zu neuem Leben. Die Teichpflanzen wachsen und fangen an zu blühen. Die Schüler untersuchen den Teich regelmäßig , nehmen Wasserproben und schauen sich Kleinstlebewesen wie z.B. Taumelkäfer, Libellenlarven oder Rückenschwimmer unter fachkundiger Leitung von Frau Aderholz vom RUZ Ammerland unter dem Mikroskop an. Auch Molche, Kaulquappen und Frösche wurden bereits an diesem kleinen Biotop gesichtet.
Gartenteich Der Teich wurde vor ca. 3 Jahren in Zusammenarbeit mit dem NAJU angelegt. Vorher waren regelmäßig Kröten in den Keller der Schule gekrochen und verendeten dort. Auf alten Plänen konnte man erkennen, dass es früher einen Teich auf dem jetzigen Schulgelände gegeben hatte, der dann wohl zugeschüttet wurde. Die Schüler und Lehrer der Garten-AG beschlossen daher, den Kröten wieder einen neuen Lebensraum zu geben. Nach der Fertigstellung des Teiches wurde die angrenzende Holzwand mit wasserfesten Bildern von am Teich lebenden Pflanzen und Tieren dekoriert. Die Bilder wurden von den Schülern selbst gemalt.

Die Hochbeete

Derzeit wird auf den im letzten Jahr fertiggestellten Hochbeeten und in unserem kleinen Gewächshaus wieder kräftig ausgesät und gepflanzt. Die ersten Saaten gehen bereits auf. In diesem Jahr sind es Salat, Kräuter, Bohnen, Erbsen, Radieschen, Spinat, Tomaten, Gurken , Kartoffeln und Möhren. Thymian Sprössling

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Gartengeraete Diese können dann geerntet und im Hauswirtschaftsunterricht verwendet werden. Außerdem gibt es verschiedene Beerensträucher und ein kleine Erdbeerbeet. Aus den zahlreichen Holunderbüschen, die auf dem Schulgelände stehen, machen wir zur Blüte Fliederbeersirup und später aus den Beeren Gelee.
Unser nächstes Projekt ist der Bau einer neuen Kräuterspirale. Die alte musste leider dem Gewächshaus weichen. Neben der Arbeit im Schulgarten pflegen wir auf dem Gelände unseren alten Fühlpfad, dessen Felder regelmäßig überarbeitet werden müssen, Ihn wollen wir zum „Sinnespfad“ ausbauen mit Klangmobiles und Duftpflanzen. Salbei

 



Astrid-Lindgrenschule wird als Umweltschule ausgezeichnet

AuszeichnungUnsere Schule wurde am 28.9.2009 zum wiederholten Male als „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet; diesmal für die Jahre 2007-2009. Frau Bruns, Frau Poppinga sowie die Schüler Mirko Ferdinand und Jennifer Möhle fuhren aus diesem Anlass zum Umweltzentrum nach Schortens, um die Urkunde und die neue Umweltfahne entgegenzunehmen. Überreicht wurde die Auszeichnung vom Umwelt-Staatssekretär Dr. Stefan Birkner. Unsere Schule bewirbt sich immer für einen Zeitraum von zwei Jahren mit Projekten rund um den Garten und um den Umweltschutz als Umweltschule. So hatten wir diesmal verschiedene Hochbeete im Schulgarten angelegt, die auch von körperlich beeinträchtigten Schülern, wie z.B. Kindern, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, bearbeitet werden können.

TuWas Schild Tuer zu
Wir haben eine Umweltordnung für den Schulalltag erstellt und in diesem Zusammenhang ein eigenes Logo entwickelt, welches „Tu was“ heißt. Inhaltlich geht es dabei um einfache Möglichkeiten von Energieeinsparungen. Auf Aufklebern und Plakaten wird darauf hingewiesen, wie man mit Strom, Licht und Wasser sparsamer umgehen kann.

Zusätzlich haben wir ein Plakat zur Mülltrennung gestaltet, auf dem auch nichtlesende Schüler anhand von Fotos erkennen können, was in welchen Müllbehälter gehört. Dieses Plakat wurde gedruckt und hängt jetzt in jedem Klassenraum. Zusätzlich haben wir an unserer Schule und an verschiedenen anderen Standorten die Umweltbox „Meike“ aufgestellt. In ihr werden alte Handys, leere Tonerkartuschen und Tintenpatronen aus Computern gesammelt. Diese werden von einer Firma aufgearbeitet und wiederverwertet und wir bekommen Punkte gutgeschrieben, die gegen Spielgeräte und ähnliches für die Schüler eingetauscht werden können. Betreut wird diese Aktion von Corinna Bruns. Unterstützt werden die schulinternen Projekte rund um die Umwelt durch Frau Aderholz (Leiterin des Regionalen Umweltzentrums Ammerland) und der Ländlichen Erwachsenenbildung.

 



 

Astrid – Lindgren – Schule erhält Umweltpreis

Als eine von mehreren Schulen aus dem Regierungsbezirk erhielt die Astrid-Lindgren-Schule Edewecht am 15.11.2005 im Regionalen Umweltzentrum Osnabrück (Museum am Zoo) die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“.

Nach einer einführenden Begrüßung und Ansprache durch Herr Borkenstein(Regionalkoordinator Landesschulbehörde Osnabrück / RUZ Schortens) und einer informativen Rede zu Umweltschulen in Europa von Herr Drieling (Landeskoordinator BLK-Programm Transfer-21), stellten sich im ersten Teil der Veranstaltung zunächst die Kernschulen GS Friedrichsfehn, GS Westerholt (Grundschule mit zwei Förderklassen) und die GS Melle-Buer mit ihren Umweltprojekten vor. Die Arbeit dieser Schulen konnte als Fotoaustellung an Stellwänden besichtigt werden. Für die Schüler, die zur Preisverleihung mitgefahren waren, wurde in dieser Zeit ein spezielles Programm von den Museumspädagogen durchgeführt.

 

 

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden die Auszeichnungen als „Umweltschulen in Europa“ für den Projektzeitraum 2003-2005 vergeben.
Die Astrid-Lindgren-Schule erhielt die Auszeichnung für die Projekte :

  1. Die Umgestaltung des Schulgeländes und die Entwicklung und Umsetzung eines umfassenden Abfallkonzeptes für die Schule
    • Errichtung „Grüner Klassenzimmer“ in Zusammenarbeit mit der BBS Rostrup,
    • Kunstpfad (Aufstellung von „Wegewächtern“ in Zusammenarbeit mit regionalen Künstlern, die einen Kunstpfad innerhalb des Gebäudes im Freien fortsetzen wollen, Bau einer Grotte, Aquarium (Wasserprojekt im künstlerischen Bereich in Zusammenarbeit mit reg. Künstlern)
    • Schulgartenpflege: Kompostieranlage, Kräuterspirale (Einbeziehung in den Hauswirtschaftsunterricht und Verkauf von Kräutern bei Schulveranstaltungen), Obstwiese (Ernte und Verarbeitung der Früchte im Hauswirtschaftsunterricht; Anbringen von Nistkästen und Insektenhäusern); Fühlpfad (15m lang, 80cm breit, besteht aus 15 Feldern mit unterschiedlichen Materialien, über die man mit Hilfe eines Handlaufes barfuß gehen und die verschiedenen Untergründe erspüren kann)
    • Abfallkonzept für die Schule: Mülltrennung in jeder Klasse; Mülltrennung, -vermeidung und –wiederverwertung als Themen etc.
  2. Pflege und Nutzung des Schulwaldes (Waldpatenschaft für ein kleines, an die Astrid-Lindgren-Schule grenzendes Waldstück)
  3. Vermessung, Säuberung, Nisthilfen etc.

 

 

Die Auzeichnung bestand in einer Urkunde, die feierlich und mit einer kurzen Beschreibung der jeweiligen Projekte verliehen wurde. Außerdem erhielt jede Schule die Flagge mit dem Emblem „Umweltschule in Europa“ und ist für ein Jahr berechtigt, das Logo im Briefkopf der Schule zu führen. Wir erhielten außerdem noch ein Kochbuch vom Ökowerk Emden mit leckeren und gesunden Rezepten für Kinder.
Nach der Preisverleihung stellte die Deutsche Umwelthilfe ihr Projekt „Mc Möhre“ vor (Naturkostbar an Schulen) und zu guter Letzt gab es erstmalig noch mal Auszeichnungen für Umweltschulen, die sich besonders durch internationale Projekte verdient gemacht haben (verliehen von Ursula von der Heyde, Landesschulbehörde Hannover).