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Flüchtlinge aus Syrien berichten von ihren Erlebnissen in der Astrid-Lindgren-Schule

 

Ali, Sattar, Zia, Ahzan und Almssa ein Politikwissenschaftler, ein Anwalt, ein Geschäftsmann, ein Möbeltischler und eine It- fachfrau aus Syrien waren am Montag, den 23.11.15 zu Gast  in der Astrid Lindgren Schule in Edewecht. In Zusammenarbeit mit Jack Morin vom runden Tisch für Flüchtlinge  der Gemeinde Edewecht wurde ein Informationsgespräch mit Schülerinnen und Schülern der Astrid Lindgren Schule  vereinbart. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften hatten sich die Schülerinnen und Schüler auf das Gespräch mit den Flüchtlingen vorbereitet. Von großem  Interesse waren dabei die familiäre Situation, der Fluchtweg, die beruflichen Möglichkeiten und Ziele  oder die Frage: wie können wir helfen?

Alle Flüchtlinge die an dem Gespräch teilgenommen haben, leben schon bis zu 1 Jahr in Edewecht.  Mit großem Engagement versuchen sie so schnell wie möglich die deutsche Sprache zu lernen. So nehmen sie drei Mal in der Woche an Sprachkursen teil und werden darüberhinaus auch von ehrenamtlichen Bürgern und Bürgerinnen unterstützt. Das Erlernen der deutschen Sprache ist das Wichtigste, um in Deutschland Fuß zu fassen, nur dann können sie hier ein Studium oder eine Ausbildung fortsetzen  oder eine Arbeit finden.

Die Schülerinnen und Schüler sind beeindruckt  von den guten Sprachkenntnissen und möchten viel erfahren über die zum Teil monatelangen Fluchtwege oder was die Flüchtlinge am meisten vermissen und was sie am liebsten in Deutschland essen. Mit Offenheit und auch Begeisterung berichten die Flüchtlinge von der  großen Hilfsbereitschaft und Unterstützung der Edewechter Bürgerinnen und Bürger. Alle sind mit ihrer Wohnsituation und der Versorgung zufrieden und hoffen in Deutschland in Frieden und Freiheit  leben zu können. Neben dem Wunsch nach einer schnellen Integration und einem selbstständigen Leben ist aber auch die Sorge um die Familie, die größtenteils noch in Syrien in Kriegsgebieten leben, allgegenwärtig.
Eine Ausreise der Familie ist  aus Kostengründen und wegen der großen Strapazen zur Zeit nicht möglich.

Die zweistündige Gesprächsrunde hat bei den Schülerinnen und Schülern der Astrid-Lindgren-Schule viele Eindrücke hinterlassen  und einheitlich wird der Wunsch nach einer Fortsetzung des gegenseitigen Kennenlernens  geäußert.
Hier einige Schüleräußerungen:
Daniel:
„Flüchtlinge kennen zu lernen ist ganz neu für mich. Es war ein Schöck für mich, dass einer erzählt wie die „Isis“ in die Stadt gekommen ist und er doch nicht darüber erzählen konnte.“
NN :
„Ich weiß jetzt mehr über die Flüchtlinge, wie schlimm eine Flucht ist, dass sie alles verloren haben und das sie alle einen Beruf haben
Mir hat sehr gut gefallen, dass sie alle so schnell deutsch konnten und so nett mit mir gesprochen haben.“
NN
„Sie waren alle so nett und so höflich und so gepflegt.“

Jennifer
„Ich finde es sehr traurig, dass die Familien nicht gemeinsam leben können, dass sie aus ihrem eignen Land flüchten müssen. Ich habe großen Respekt vor den Leuten, die den Menschen hier ein neues Zuhause bieten.“
Jule
„Es gibt Menschen, die Flüchtlinge sein unsozial aber das stimmt nicht, sie sind sehr nett und sie helfen anderen.“
Julia
„Ich fand es schön, dass wir alle zusammen ein Foto gemacht haben.“