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Beratung und Mobiler Dienst Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung

 

1.    Rechtliche Grundlagen

  • Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.):
    • Sonderpädagogische Förderung Rdl.Erl.d.MK.v.01.02.2005
    • Niedersächsisches Schulgesetz vom 19.06.2013
    • §4 Inklusive Schule
    • §14 Förderschule
  • Wachtel, Peter und Marie-Christina Waje: Zur Realisierung der inklusiven Schule in Niedersachsen. SVBL 7/2013, 277-285

 

2.    Aufgaben der Förderschullehrkräfte

Die Förderschullehrkräfte für den Mobilen Dienst „Emotionale und Soziale Entwicklung“ sollen vorbeugend und unterstützend in den Kindertagestätten,  Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Oberschulen und Gymnasien tätig werden. Ziel ist, den sich anbahnenden Förderbedarf zu erkennen und entsprechende Interventionen vorzunehmen und damit ein Verbleib der Schülerin oder des Schülers in der zuständigen Schule nach Möglichkeit zu erreichen.

Die Aufgaben der Förderschullehrkräfte beziehen sich auf folgende Tätigkeiten:

  • Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendhilfe, dem Schulpsychologischen Dienst, den Erziehungsberatungsstellen, den umliegenden Förderschulen mit dem Schwerpunkt Soziale und Emotionale Entwicklung, der Polizei und der Staatsanwaltschaft
  • Beratung zur Gewährung des Nachteilsausgleichs
  • Beratung und Unterstützung der Lehrkräfte im Umgang mit den Schülerinnen und Schülern
  • Beratung der Erziehungsberechtigen hinsichtlich schulischer, erzieherischer und sozialer Probleme
  • Vorbeugende, begleitende und ergänzende Unterstützung der     Schülerinnen und Schüler im Unterricht (vgl. Rd.Erl., I.7.1)

Die Förderschullehrkräfte arbeiten als sonderpädagogische, mobile Dienste entsprechend der Notwendigkeiten an verschiedenen Schulen zu den ihnen möglichen Zeiten. Der Einsatz ist zeitlich begrenzt.

 

3.    Meldung der Schülerinnen und Schüler

Von den meldenden Einrichtungen wird in einem Bericht die Problematik der Schülerin oder des Schülers beschrieben. Wesentliche Punkte dieses Berichts sind:

  • Begründung der Meldung
  • Rahmenbedingungen der Schule
  • Bisherige Schullaufbahn
  • Vorstellungen und Wünsche der Erziehungsberechtigten
  • Bisherige Entwicklung des Kindes, der Schülerin, des Schülers
  • Lernvoraussetzung, Arbeits- und Sozialverhalten, Lernstand, Lern- und Leistungsverhalten
  • Bisherige zusätzliche Fördermaßnahmen
  • Außerschulische Gegebenheiten
  • Familiäre Gegebenheiten


4.    Regelungen im Sonderpädagogischen Förderzentrum der Astrid-Lindgren-Schule

  1. Die Anmeldung der Schülerin oder des Schülers mit den entsprechenden Beeinträchtigungen erfolgt über die Schulleitung der Astrid-Lindgren-Schule.
  2. Die Schulleitung beauftragt eine Lehrkraft, sich mit den Beeinträchtigungen der Schülerin oder des Schülers auseinanderzusetzen.
  3. Der gemeldete Fall liegt in der Verantwortung der beauftragten Lehrkraft.
  4. Der Termin für die Koordinierungsgespräche ist wöchentlich einmal, und wird von Schuljahr zu Schuljahr festgelegt.
  5. In dem fortlaufenden Begleitbogen wird der Einsatz des Mobilien Dienstes dokumentiert.
  6. Für jede Schülerin und  jeden Schüler wird eine Mappe geführt, in der alle Unterlagen gesammelt werden.

Weitergehende Aussagen macht der „Fahrplan“ für den Mobilen Dienst ES.

 

Hinweise zur Berichterstellung, Erstinformation oder Anmelderverfahren finden sie im Downloadbereich.

  3/2014